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Das Gesundheitswesen tritt in eine Ära der mobilen Innovation ein
Untersuchungen von Sinch zeigen eine drastische Verschiebung des Verbraucherverhaltens – weg von öffentlichen Räumen und physischen Treffen hin zu digitalen Interaktionen. Und im Gesundheitswesen ist dieser Wandel sogar noch deutlicher. Die Nutzung der Telemedizin ist seit Beginn der COVID-19-Krise um 245 % gestiegen, und viele erwarten, dass diese Veränderungen die Pandemie überdauern und eine dauerhafte Verschiebung des Gesundheitsverhaltens markieren.
In einer Umfrage unter 2.890 Personen in 14 Ländern dokumentiert Sinch dramatische Verhaltensänderungen und zeigt die Funktionen und Lösungen auf, die sich Patientinnen und Patienten von ihren Gesundheitsbeziehungen am meisten wünschen. Die Menschen wünschen sich heute virtuelle und mobile Gesundheitserlebnisse – wenn die Branche diese nur schnell genug bereitstellen könnte.
Gesundheitswesen auf Distanz
Weltweit meiden die Menschen physische Räume und Versammlungsorte zugunsten digitaler oder virtueller Interaktionen. Laut den Forschungen von Sinch gibt es starke Anzeichen dafür, dass sich dieser Trend auch nach dem Ende der Pandemie fortsetzen wird. Achtundfünfzig Prozent geben an, dass sie Menschenmengen auch nach COVID-19 meiden werden, und 43 % werden näher am eigenen Zuhause bleiben. Diese Zahlen signalisieren tiefgreifende Veränderungen im Alltag.
Es überrascht nicht, dass auch das Gesundheitsverhalten von der Pandemie beeinflusst wurde. Neununddreißig Prozent geben an, derzeit Telemedizin zu nutzen, und von diesem Anteil sagt die Mehrheit (71 %), dass sie während der COVID-19-Krise mit der Nutzung von Telemedizin begonnen hat – was einem Anstieg von 245 % entspricht.
Sprunghafter Anstieg bei der Nutzung von Telemedizin
Von den Personen, die Telemedizin genutzt haben, taten dies fast drei von vier zum ersten Mal während der Pandemie

Selbst bei Personen, die keine Telemedizin nutzen, gibt es einen aufgestauten Bedarf. Zweiundvierzig Prozent geben an, dass sie sie gerne nutzen würden, aber noch nicht dazu gekommen sind, und 17 % sagen, dass sie sie gerne nutzen würden, ihre medizinischen Anbieter dies jedoch nicht anbieten.
Würden Personen, die keine Telemedizin nutzen, diese nützlich finden?
Der Nachholbedarf an Telemedizin ist weltweit hoch, insbesondere in diesen fünf Ländern

McKinseyDie aktuelle Studie zeigt auf, dass selbst bei diesem Nutzungsanstieg noch eine enorme Menge zusätzlicher Gesundheitsleistungen aus der Ferne erbracht werden kann. Schätzungen zufolge können allein in den USA weitere 250 Milliarden Dollar des Gesundheitssektors virtualisiert werden.
Nutzung künstlicher Intelligenz bei Interaktionen zwischen Patienten und Anbietern
Arztbesuche sind nicht der einzige Bereich, der vor einem Umbruch steht. Für einzelne Patientinnen und Patienten finden rund um den Arztbesuch Hunderte von Interaktionen statt, von der Terminvereinbarung und -bestätigung über das Ausfüllen von Vorab-Bewertungen bis hin zur Überwachung körperlicher Symptome. Diese lassen sich durch mobile Konversationen, die durch künstliche Intelligenz unterstützt werden, effizienter – und sogar angenehmer – gestalten.
In einigen Fällen bietet die KI dem medizinischen Fachpersonal medizinischen Support; dies geschieht durch die Bereitstellung von Patientenbefragungen zu einer bestimmten Krankheit, um den Anbietern im Gesundheitswesen dann eine quantitative Bewertung der Empfehlungen zu geben.
Mobile Bewertungen sind für Patientinnen und Patienten einfach zu nutzen und tragen dazu bei, medizinische Termine effizienter und effektiver zu gestalten.
Und die Forschung zeigt, dass die Menschen bereit sind, diese neuen Formate anzunehmen, einschließlich der Nutzung von mobilem Messaging für viele weitere Interaktionen im Gesundheitswesen. Zum Beispiel geben nur 14 % an, dass sie ihre Gesundheit über mobiles Messaging bewertet haben, aber 78 % fänden dies nützlich. Sechsunddreißig Prozent haben Messaging genutzt, um einen Termin zu vereinbaren, aber 88 % würden dies gerne tun.
Die Lücke zwischen der aktuellen Nutzung und dem, was Patientinnen und Patienten nützlich finden, bezeichnet Sinch als ungenutztes Potenzial. In diesen Bereichen sollten Gesundheitsunternehmen und Anbieter ihre Anstrengungen bündeln, um die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten zu erfüllen.
Ungenutztes Potenzial
Die Menschen sind von mobilen Messaging-Optionen begeistert, doch die Akzeptanz bleibt hartnäckig niedrig

Eines der größten ungenutzten Potenziale liegt im Messaging für die öffentliche Gesundheit. Seit Beginn der Pandemie stellt Sinch Regierungen und Gesundheitsbehörden weltweit digitale Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung. Das Sinch Messaging-Ökosystem ermöglicht es Gesundheitsbehörden, Benachrichtigungen zur öffentlichen Gesundheit in Echtzeit zu versenden, und erlaubt es den Bürgerinnen und Bürgern, über mobile Kanäle Termine für COVID-19-Tests oder Arztbesuche zu vereinbaren und Fragen zu Symptomen zu stellen, ohne das Haus verlassen zu müssen. In Uruguay beispielsweise verbindet eine staatlich geförderte App gefährdete Bürgerinnen und Bürger mit den Tools, die sie benötigen, um sich über COVID-19 zu informieren und Tests sowie Behandlungen in Anspruch zu nehmen. Die App stellt nicht nur Gesundheitsressourcen bereit und versendet Testergebnisse, sondern bietet auch Support In-App-Videoanrufe durch medizinisches Fachpersonal, um zu beurteilen, ob eine erkrankte Person ins Krankenhaus gehen oder sich zu Hause in Quarantäne begeben sollte. In Uruguay wurde diese App in den ersten zwei Wochen nach Veröffentlichung 200.000 Mal heruntergeladen, was die Nachfrage nach mobilen Tools für die öffentliche Gesundheit verdeutlicht.
„Mobile Tools für das Gesundheitswesen wie TelASK waren während der Pandemie ebenfalls eine leistungsstarke Lösung, da sie eine Art ‚digitale Triage‘ bieten“, erklärt Anders Lenman, RTC Product Manager bei Sinch. „TelASK und Lösungen, wie sie von der Regierung in Uruguay eingesetzt werden, identifizieren Bürgerinnen und Bürger mit dem höchsten Risiko und verbinden sie mit den benötigten Diensten, während gleichzeitig andere vor unnötiger Ansteckungsgefahr geschützt werden. Zudem können sie In-App-Videoanrufe mit Anbietern anbieten, was sehr beruhigend wirken kann, wenn eine Person Angst davor hat, Krankenhäuser oder andere klinische Einrichtungen aufzusuchen.“

Die nächste Generation der mobilen Gesundheitsversorgung
Auch über routinemäßige, aufgabenorientierte Interaktionen wie Terminvereinbarungen oder das Ausfüllen von Formularen hinaus haben Gesundheitsunternehmen und Anbieter die Möglichkeit, KI für den Support von Conversational Healthcare zu nutzen.
Obwohl Chatbots bereits seit einigen Jahren auf dem Markt sind, machen Fortschritte in der Verarbeitung natürlicher Sprache sie zu hervorragenden Kanälen, um Gesundheitsinformationen zu teilen und Support für Patientinnen und Patienten zu leisten. Ein Beispiel ist CancerChat, ein Chatbot, der über den Facebook Messenger läuft und eine wichtige Ressource für Krebserkrankte sowie deren Familien darstellt. Er beantwortet Fragen zu Behandlungsplänen, Ernährung und Medikamentennebenwirkungen – und lindert so Ängste in Momenten, in denen sich Betroffene am verletzlichsten fühlen. Der Chatbot leitet außerdem Personen mit komplexeren Fragen und Anliegen an ihre Anbieter weiter.
Automatisierte Konversationen tragen auch dazu bei, den Support für die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten – eine Anwendung, die sich für Gesundheitseinrichtungen während der Pandemie als äußerst wertvoll erwiesen hat. Das University of Ottawa Heart Institute verwendet beispielsweise einen täglichen Screening-Fragebogen, der per SMS ausgefüllt wird, um Symptome zu bewerten und einen „Gesundheitspass“ für das Betreten des Gebäudes auszustellen. Und Regierungsbehörden setzen auf Lösungen wie TelASK, um COVID-19-Hotspots zu bewerten und die Menschen auf lokale Testzentren und Ressourcen hinzuweisen.
Chatbots spielen eine wichtige Rolle, da sie jederzeit verfügbar und für die Patientenschaft „aktiv“ sind. Die Forschung von Sinch zeigt, dass Personen, die Chatbots nutzen, diese hinsichtlich Verfügbarkeit, Datenschutz/Anonymität und Geschwindigkeit als am effektivsten bewerten.
Beim Übergang in eine Post-COVID-Welt steht der Gesundheitssektor vor einer wichtigen Bewährungsprobe. Alex Jadad, Gründer des Centre for Global eHealth Innovation der University of Toronto, drückt es so aus: „Die regulatorischen Hürden, die die virtuelle Gesundheitsversorgung all diese Jahrzehnte zurückgehalten haben, waren nie vertretbar. [COVID-19] ist eine Gelegenheit, all diese Hürden aus dem Weg zu räumen.“
Die Frage ist nun: „Wie weit sind wir bereit zu gehen?“ Angesichts des Interesses der Patientinnen und Patienten an mehr virtuellen und mobilen Lösungen glauben wir, dass die Post-COVID-Ära von enormen Innovationen geprägt sein wird.
Möchten Sie noch mehr darüber erfahren, wie die Menschen Anwendungen für Telemedizin und mobile Gesundheit nutzen?
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