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Das sind die fünf wichtigsten KI-Trends für 2023
Was sind die aktuell größten Trends im Bereich Conversational KI und wie können Unternehmen davon profitieren? Wir werfen einen Blick auf die fünf wichtigsten KI-Trends für 2023 und teilen die Erkenntnisse unserer Fachleute.
Von Apples neuer VR-Brille bis hin zu ChatGPT: KI ist 2023 in aller Munde. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die fünf größten KI-Trends des Jahres und darauf, was sie für Unternehmen bedeuten.
1. GPT bleibt uns erhalten
Aus dem GPT-4 zu ChatGPT ist die intelligente Bot-Technologie von OpenAI der wohl größte KI-Trend des Jahres.
Die Conversational-KI-Lösung hat Chatbots der breiten Masse zugänglich gemacht und die allgemeine Einstellung zu KI verändert. Anfangs waren die Menschen sehr skeptisch, doch heute befragen sie ChatGPT zu fast allem. Zudem hat GPT Einzug in Unternehmenslösungen gehalten, wie etwa bei der Kombination von GPT mit Messaging-Apps.
Dennoch gibt es weiterhin einige Schwachstellen. So ist es derzeit beispielsweise nicht möglich, die Ausgabe der offenen GPT-Modelle vollständig zu kontrollieren. Das mag im privaten Umfeld amüsant sein, stellt für Unternehmen jedoch ein Risiko dar. Zudem ist die Einbindung von externem Wissen, über das das Modell nicht verfügt, schwierig, was die Skalierung der Technologie erschwert.
Dennoch könnte es in Kombination mit Conversational KI künftig einige interessante Entwicklungen geben, meint Fréderic Godin, Head of AI bei Sinch Engage & Chatlayer. Erfahren Sie in seinen Tipps, wie Unternehmen den Hype tatsächlich für sich nutzen können.
2. KI wird uns menschlicher machen
Obwohl KI zunehmend in unseren Alltag integriert wird, gibt es immer noch viele Vorurteile gegenüber der Technologie. Diese reichen von „Chatbots sind wirklich dumm“ bis hin zu „KI ist gewissenhaftund ersetzt bereits den Menschen“. Die Realität ist weitaus weniger extrem.
Zwar sind Ängste im Zusammenhang mit KI-Chatbots nachvollziehbar (wie bei jeder neuen Technologie), doch Bots sind nicht dazu da, den Menschen zu ersetzen. Tatsächlich können sie uns sogar dabei helfen, menschlicher zu werden, sagt Rick van Esch, VP SaaS Business bei Sinch. Da Bots und Menschen unterschiedliche Stärken haben, arbeitet die Technologie nicht gegen uns. Sie bietet uns Support und hilft uns, uns wieder auf das zu konzentrieren, was uns menschlich macht: Emotionen.

3. Chatbots werden zur Standardlösung für Unternehmen
Ein weiterer wichtiger KI-Trend für 2023 ist, dass Chatbots zur Standardlösung für Unternehmen jeder Größe werden. Da die Technologie ausgereifter ist, wurde sie für kleinere Unternehmen zugänglicher und von der Kundschaft stärker akzeptiert (und auch gewünscht).
Natürlich bringt dies eigene Herausforderungen mit sich. Daher benötigen Unternehmen einen klaren Plan, müssen zuverlässige Partner finden und jetzt damit beginnen, intern Fachwissen aufzubauen, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Joachim Jonkers, CPO bei Chatlayer von Sinch, erklärte auf dem diesjährigen Chatbot & Voice Summit wie Unternehmen diese Herausforderungen angehen und in erfolgreiche Lösungen verwandeln können.

🤖 Sehen Sie sich auch unsere Conversational Everything Masterclass an, in der wir mit Joachim Jonkers über Chatbot-Trends sprechen.
4. Messaging und Conversational KI werden zum neuen Dreamteam
Messenger-Dienste, von SMS bis WhatsApp, sind von Natur aus dialogorientiert. Das macht sie zur perfekten Plattform, um Conversational KI und Messaging zu kombinieren. Und das erkennen auch die Unternehmen. Von der Mobilität über das Gesundheitswesen bis hin zum e-Commercebeginnen immer mehr Unternehmen aus verschiedenen Branchen, Chatbots zu implementieren und davon zu profitieren.
Der niederländische E-Bike-Hersteller VanMoofverwendet beispielsweise einen Omnichannel-Chatbot namens „Boost“, um die wachsende Anzahl an Anfragen der Kundschaft zu bewältigen. Mithilfe des Bots konnte VanMoof das Kundenerlebnis personalisieren, Support in mehreren Sprachen anbieten und die Arbeitsbelastung für das Personal reduzieren. Tatsächlich bearbeitet der Bot 70 % der Anfragen aus der Kundschaft.
Der niederländische e-Commerce Gigant Bol.com hat mit seinem Chatbot Billie ähnliche Erfahrungen gemacht. Billie bietet der Kundschaft von Bol.com einen Service rund um die Uhr, schnellere Hilfe und verschafft dem Servicepersonal mehr Zeit, so Yanick von Altena, Product Owner Billie Chatbot Team bei Bol.com.
Darüber hinaus kann Billie an einem zentralen Ort wertvolle Daten der Kundschaft sammeln, was Bol.com in der Vergangenheit als Frühwarnsystem diente.
Auch Arnoldo Gonzalez Medina, Digital Project Manager bei Calzzapato, erkennt den Wert der Kombination von Conversational-Technologien mit Messaging. Die mexikanische Schuhmarke begann, Messenger-Apps wie den Messenger von Meta oder WhatsApp für den Kundenservice anzubieten, und nutzt diese zudem als Marketing-Kanäle.
Die Kundschaft reagierte sehr positiv, da sie das Unternehmen über ihre bevorzugten Messaging-Apps kontaktieren konnte. Dem Unternehmen hilft die Nutzung von dialogorientierten Kanälen wie WhatsApp auch dabei, mehr über die Bedürfnisse und Einstellungen der Kunden zu erfahren.

5. Marketing wird dialogorientierter
Chatbots sind für Kundenservice-Abteilungen eine große Hilfe, aber Unternehmen erkennen zunehmend den Mehrwert von Conversational-Technologie in jeder Phase der Customer Journey.
Matt Ramerman, President bei Sinch for Marketing, erklärt, dass Conversational Marketing insbesondere bei der Leadgenerierung viel ungenutztes Potenzial freisetzen kann: indem Kunden in zweiseitige Dialoge eingebunden werden.
Anstatt zu versuchen, Nutzer dazu zu bringen, auf einen bestimmten Link zu klicken oder ein bestimmtes Produkt zu kaufen, sollten Unternehmen ihnen die Möglichkeit geben, Kontakt aufzunehmen und Fragen zu den Diensten zu stellen, für die echtes Interesse besteht. Dies führt zu engagierteren Kunden, aber auch zu höheren Konversionen, so Ramerman.

KI-Trends 2023: Die Zukunft ist dialogorientiert
Von GPT-3 über dialogorientierte Kommunikation bis hin zu KI-Chatbots in Unternehmen: Es ist offensichtlich, dass KI in die nächste Phase eintritt. Sie ist interaktiver, nutzerzentrierter und lässt sich leichter in andere Technologien integrieren.
Insgesamt wird KI im Jahr 2023 dialogorientiert.