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Standardnummer (Long Code) vs. Kurzwahl: Der ultimative Leitfaden für SMS
Kunden nutzen heute mehr Kanäle als je zuvor, was Unternehmen eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, sie zu erreichen. Aber nicht alle Kanäle sind gleich, und erfahrene Marketingfachleute wissen, dass man Kunden auf ihren bevorzugten Kanälen erreichen muss, um sie zu konvertieren.
Der SMS-Versand ist ein äußerst effektiver und direkter Weg, um Nutzer zu erreichen – so effektiv, dass fast neun von zehn Personen bei Marketingkanälen lieber Messaging-Optionen nutzen, anstatt zu telefonieren. Doch wie stellen Sie sicher, dass Ihre Kunden auch mit Ihren SMS interagieren?
Standardnummern (Long Codes) und Kurzwahlen sind zwei verschiedene Möglichkeiten, um SMS an Nutzer zu senden. Beide haben Vor- und Nachteile für Unternehmen, die so viele Kunden wie möglich konvertieren möchten. Lassen Sie uns diese Unterschiede genauer betrachten und herausfinden, wie Ihre Marketingstrategie von den jeweiligen SMS-Methoden profitieren kann.
Was ist der Unterschied zwischen Kurzwahlen und Standardnummern (Long Codes)?

Der Unterschied zwischen Standardnummern (Long Codes) und Kurzwahlen beim SMS-Marketing besteht darin, dass eine Standardnummer (Long Code) eine normale Telefonnummer (in den meisten Märkten etwa zehn Ziffern) verwendet. Kurzwahlen eignen sich für massenhaftes Application-to-Person (A2P) -Messaging und verwenden eine fünf- oder sechsstellige Nummer, manchmal auch eine kürzere oder längere Nummer mit drei bis acht Ziffern.
Kurzwahl-Nachrichten haben einen höheren Durchsatz als Standardnummern (Long Codes), das heißt, es können viel mehr Nachrichten pro Sekunde gesendet werden. Dadurch eignen sich Kurzwahlen hervorragend für Massenbenachrichtigungen und Warnungen. Standardnummern (Long Codes) sind hingegen besser für kleinere Messaging-Kampagnen geeignet, die eher ein lokales und vertrautes Gefühl vermitteln sollen, anstatt von einer unbekannten Kurzwahl zu stammen.
Obwohl Kurzwahlen mit höheren Kosten verbunden sein können, bieten sie auch mehr Funktionalität. Unternehmen können beispielsweise die Zustellung mit Lesebestätigungen überprüfen, um sicherzustellen, dass niemand eine wichtige Benachrichtigung verpasst.
Sie können in Kurzwahl-Kampagnen auch öffentliche URL-Shortener (wie bit.ly) verwenden. Bei Nachrichten über Standardnummern (Long Codes) werden diese hingegen blockiert.
Verwendung von Kurzwahlen im SMS-Marketing
Kurzwahlen sind fünf- oder sechsstellige Nummern, mit denen Unternehmen für ihre Messaging-Strategie einen hohen SMS- oder MMS-Durchsatz erzielen können. Sie wurden für Marketingteams entwickelt, die eine große Reichweite benötigen und einfache Informationen oder Erinnerungen teilen möchten. Sie eignen sich jedoch auch für Zwei-Wege-Messaging.
Wenn Sie schon einmal einen Newsletter für einen Rabatt in Ihrem Lieblingsgeschäft oder -restaurant abonniert haben, haben Sie dafür wahrscheinlich eine Kurzwahl verwendet. Sie sind ideal, um Kunden zur Interaktion mit Angeboten und anderen Diensten zu ermutigen, da sie kurz und relativ leicht zu merken sind.
Es gibt zwei verschiedene Arten von Kurzwahlen, die Unternehmen nutzen können:
- Vanity-Codes: Unternehmen können einzigartige Nummern mieten, die leicht zu merken sind oder ihre Marke oder Kampagne widerspiegeln.
- Zufällige Codes: Unternehmen können sich auch für kostengünstigere Codes entscheiden, die zufällig generiert werden.
Kurzwahlen können basierend auf ihren Endkosten für Nutzer zudem in zwei Kategorien unterteilt werden:
- Codes mit Standardtarif: Diese Codes werden dem Absender zum Standard-Netzwerktarif berechnet.
- Kostenlose Codes (Free-to-End-User): Bei diesen Codes fallen für die Nutzer keine Kosten an. Alle Gebühren werden stattdessen dem Inhaber der Nummer in Rechnung gestellt.
Die einzelnen Länder und ihre Mobilfunkanbieter überwachen und genehmigen Kurzwahlen, um Kundendaten zu schützen und Spam einzuschränken, auch wenn sie manchmal durchs Raster fallen. Sinch geht in puncto Sicherheit noch einen Schritt weiter und überwacht Kurzwahl-SMS-Inhalte für zusätzliche Sicherheit.
Wofür eignen sich Kurzwahlen am besten?

Kurzwahlen können hohe Durchsatzraten bewältigen – bis zu 400 Nachrichtensegmente pro Sekunde (MPS).
Durch dieses Volumen eignen sie sich hervorragend für Unternehmen, die Massennachrichten versenden müssen, um ihre Nutzer mit Rabattcodes, 2FA-Warnungen, Notfallwarnungen, Gewinnspielbenachrichtigungen und SMS-Umfragen zu erreichen. Da sie zudem schnell gesendet und zugestellt werden, können Kunden zügiger auf einen Rabattlink klicken oder rechtzeitig an einer Marketingumfrage teilnehmen.
Unabhängig davon, ob Unternehmen einen anpassbaren Vanity-Code oder einen zufälligen Code verwenden, können sie Keywords und automatisierte Antworten nutzen, die bestimmte Inhalte widerspiegeln. Wenn Ihre Marke ein Schlagwort oder einen Slogan hat, das oder der in sechs Zeichen passt, können Sie sich für einen Vanity-Code entscheiden, der Ihre Marketingbotschaft unterstreicht und die Bekanntheit Ihrer Kampagne steigert.
Wo liegen ihre Schwächen?
Auch wenn Kurzwahlen viele interessante Anwendungsfälle für Unternehmen bieten, haben sie auch einige Einschränkungen, die sie für die Strategien und Budgets mancher Unternehmen ungeeignet machen. Kurzwahlen sind:
- Streng reguliert: Kurzwahlen sind unternehmensspezifisch, erfordern einen gründlichen Überprüfungsprozess und müssen beim Mobilfunkanbieter registriert werden.
- Zeitaufwendig: Ihre Bereitstellung oder Aktivierung dauert länger als bei Standardnummern (Long Codes) – etwa sechs bis acht Wochen statt ein bis drei Tage.
- Teurer: Die Codes beginnen bei etwa 500 $ und kosten für anpassbare Vanity-Codes noch mehr.
- Variabel in den Kosten: Die Kosten können in verschiedenen Märkten stark variieren, da die Mobilfunkanbieter die Preise regional festlegen.
- Eingeschränkt: Unternehmen können Kurzwahlen nur für das Messaging nutzen und damit keine Anrufe tätigen oder entgegennehmen.
Wenn diese Nachteile mit den Plänen Ihrer Marke für SMS-Marketing kollidieren, sind Standardnummern (Long Codes) möglicherweise besser für Sie geeignet.
Verwendung von Standardnummern (Long Codes) im SMS-Marketing
Standardnummern (Long Codes) sind meist zehnstellige Nummern, die Unternehmen für die gezielte Eins-zu-eins-Kommunikation mit Kunden in kleinerem Umfang nutzen können. Sie haben eine Durchsatzrate von 1 bis 75 MPS. Das bedeutet, sie sind nicht ideal für Massen-SMS oder Warnungen, die eine große Zielgruppe erreichen müssen.
Die Verwendung einer Standardnummer (Long Code) vermittelt dem Kunden ein lokales, vertrautes Gefühl. Unternehmen aktivieren ihre Festnetznummer für SMS, damit Kunden diese wiedererkennen und genau wissen, wer der Absender ist.
Unternehmen können zwei Arten von Standardnummern (Long Codes) verwenden:
- 10DLC (Zehnstellige Standardnummern): Diese zehnstelligen Codes verwenden eine Standard- oder Ortsrufnummer, was das Vertrauen der Kunden stärken kann. Sie sind in der Regel schnell bereitgestellt (drei bis fünf Tage), es kann aber in einigen Fällen auch mehrere Wochen dauern.
- Kostenfreie Nummern: Diese sind kostengünstig und schnell bereitgestellt (in der Regel eine Woche). Sie kostenfreie Nummern beginnen mit einer kostenfreien Vorwahl: 800, 888, 877, 866, 855, 844 oder 833.
Beide Arten von Standardnummern (Long Codes) unterstützen Zwei-Wege-Messaging, SMS, MMS und Voice. Beide sind zugelassene A2P-Absenderarten. Beide können für den Kundenservice, Kampagnen-Updates und andere Warnungen sowie Benachrichtigungen genutzt werden, damit das lokale Unternehmen seine Kunden über eine bekannte Telefonnummer erreichen kann.
Selbst wenn Ihre Marke einen alternativen Messaging-Kanal wie WhatsApp nutzen und den Markennamen als Absender angeben möchte, müssen Sie eine Absender-ID bereitstellen – eine verborgene Standardnummer (Long Code), an die Unternehmen oft nicht denken –, um die Identität Ihres Unternehmens zu verifizieren. Die Bereitstellung kann mühsam sein. Daher ist es für Unternehmen von Vorteil, mit einem Aggregator wie Sinch zusammenzuarbeiten.
Wofür eignen sich Standardnummern (Long Codes) am besten?

Standardnummern (Long Codes) können nicht so viele gleichzeitige Nachrichten senden wie Kurzwahlen. Das liegt daran, dass sie für einen anderen Zweck entwickelt wurden. Diese Nachrichten helfen Marken, auf eine persönlichere und lokalere Art mit Kunden zu kommunizieren. Sie geben den Nutzern das Gefühl, dass sie nicht in einer Endlosschleife feststecken, in der sie Details und Kontext ständig wiederholen müssen, um in der Konversation voranzukommen.
Messaging über Standardnummern (Long Codes) wirkt für den Nutzer persönlicher und schafft einen einheitlichen Kommunikationskanal für mehr Kundenkomfort. Ihr Unternehmen kann dieselbe Nummer für SMS und Anrufe verwenden, sodass sich Ihre Kunden nicht wundern müssen, warum eine unbekannte Nummer Kontakt aufnimmt.
Wo liegen ihre Schwächen?
Natürlich erfüllen Standardnummern (Long Codes) nicht alle geschäftlichen Anforderungen. Ihr größter Nachteil ist die eingeschränkte Funktionalität im Vergleich zu Kurzwahlen, auch wenn sie einige Funktionen bieten, die Kurzwahlen nicht haben (wie Telefonanrufe).
Zu ihren Einschränkungen gehören:
- Gedrosselte MPS, was die Zustellungszeit verlangsamt
- Längere Zeichenanzahl und schwerer zu merken
- Längerer Bereitstellungsprozess in manchen Fällen
Öffentliche URL-Shortener werden blockiert. Verwenden Sie daher einen privaten Shortener, um Spamfilter zu umgehen.
Standardnummern (Long Codes) vs. Kurzwahlen: Wählen Sie, was zu Ihrer Marketingstrategie passt
Fazit: Ihre Marke muss in der Lage sein, Kunden zu erreichen, ohne dabei das Budget zu sprengen. Mit dem Messaging über Standardnummern (Long Codes) und Kurzwahlen hat Ihr Unternehmen klare Optionen, um seine Marketingziele direkt anzugehen – sei es durch detaillierte Eins-zu-eins-Kommunikation, große Benachrichtigungskampagnen oder eine Mischung aus beidem.
Jeder Absendertyp hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Als Marke müssen Sie Ihre Anforderungen abwägen und entscheiden, welche Option am besten zu Ihnen passt.
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